Rüschenshirts in Größe 68

Vergangene Woche habe ich vorausschauend für den Herbst eine langärmelige Tunika für meine Tochter in Größe 80 genäht (Siehe meinen Post vom 08.05.2019). Da der Herbst jedoch noch ein bisschen hin ist und jetzt erstmal der Sommer mit wärmeren Temperaturen ansteht, wollte ich auch noch ein paar kurzärmelige Shirts in Größe 68 nähen. Dazu für alle Fälle auch eine langärmelige Version.

Es sollten jedoch keine einfachen Basic-T-Shirts, sondern feminine Rüschenshirts werden. Auf die Idee bin ich beim Einkaufen, oder sagen wir besser beim Stöbern im Laden, gekommen. Denn oft sieht man an Mädchenshirts angenähte Rüschen. Da dachte ich, das kann ich doch bestimmt auch selbst nähen. Also machte ich mich ans Werk. Fürs Erste entschied ich mich für den rosa Jerseystoff mit Waldtieren und den lachsfarbenen Jersey mit weißen Punkten. Die beiden Stoffe hat mir meine Schwägerin vermacht. Sie hat aussortiert. Einen dazu passenden einfarbig rosanen Bündchenstoff hatte ich noch.

Wie man im Zuschnitt gut erkennen kann, habe ich den Gratisschnitt des Basicshirts von fabrikdertraeume.de noch weiter abgewandelt. Ich habe nicht nur statt des Kreuzausschnitts oben rechts eine seitliche Knopfleiste angebracht und kurze Ärmel mit einem „faulen Bündchen“ genäht, ich habe diesmal auch Rüschen dazu zugeschnitten. Für die Rüschen zwischen Schulter und Ärmel habe ich im Schnitt die Armkugel (den Halbkreis oben am Ärmel) als Basis zugrunde gelegt und separat abgezeichnet. Von da ausgehend habe ich das Schnittteil des Ärmels um ca. 3cm nach oben verschoben und mir die Armkugel erneut angezeichnet. Die Seiten habe ich etwas verlängert und der Einfachheit halber gerade ausgeschnitten, so dass ich in der Form ein halbrundes, abgeflachtes Hufeisen erhalte. Dies könnt Ihr auf dem Zuschnittfoto erkennen. Die äußere/längere Kante hiervon habe ich mit einem Rollsaum versehen und die gesäumte Rüsche dann mittig oben jeweils auf das Armteil festgenäht, bevor ich den Ärmel an Vorder- & Rückteil genäht habe. Das hört sich nun komplizierter an, als es eigentlich ist. Den Rest des Shirts habe ich ganz normal genäht, bis auf den unteren Saum. Hier habe ich einen Streifen 1,5x so breit wie das Shirt und ca. 7cm hoch im Stoffbruch zugeschnitten. Diesen Streifen habe ich an den kurzen Enden zusammen genäht und an einer langen Seite mit einem Rollsaum versehen. Die andere Seite habe ich dann mit einem groben Stich genäht, um den breiteren Streifen auf die Breite des Shirts raffen zu können. Das funktioniert indem Ihr mit einer Stichlänge von ungefähr 4 über die ganze Seite näht, ohne die Naht zu verriegeln und anschließend an einem Fadenende vorsichtig zieht. Der Stoff beginnt dann automatisch sich zu kräuseln und die so entstehenden Falten habe ich versucht gleichmäßig über die Breite des Shirts zu verteilen. Meinen gerüschten Saum habe ich dann schließlich ans Shirt genäht. Fertig ist mein erstes selbstgenähtes Rüschenshirt.

Mein zweites Rüschenshirt habe ich aus dem bunten Apfel- und Birnenstoff genäht. Irgendwie gefiel mir das knallorangene Bündchen dazu. Es peppt den dunkeln Stoff ein wenig auf und ist ein schöner Farbtupfer, der sich auch in den Früchten auf dem dunkelblauen Stoff wiederfindet.

Die Machart des Shirts ist die Gleiche, wie oben beschrieben. Der einzige Unterschied ist, dass ich die Rüschen nicht farblich abgesetzt habe, sondern aus dem gleichen Stoff wie das Shirt zugeschnitten und genäht habe.

Wie bereits oben erwähnt, wollte ich für alle Fälle auch ein langärmeliges Shirt haben, denn auch im Sommer gibt es mal kühlere Tage. Also sollte es noch ein drittes, diesmal langärmeliges Rüschenshirt geben. Vom Stoffmarkt hatte ich noch einen Jerseystoff im Ethno-Muster-Stil. Damit dieser Stoff und vor allem das Muster femininer wirken, entschied ich es mit einem lachsfarben Jersey mit weißem ethno-Druck zu kombinieren.

Zuerst wollte ich das Hals- und die Armbündchen in petrol fertigen, aber während ich das Oberteil nähte, habe ich mich umentschieden und stattdessen ein einfarbig lachsfarbenes Bündchen gewählt. Ich finde das passt deutlich besser zu den anderen beiden Stoffen. Es wirkt so etwas wärmer, harmonischer und damit insgesamt femininer.

Alles in allem habe ich drei neue Rüschenoberteile genäht. Mir gefällt jedes davon auf seine Weise und ich freue mich über etwas Abwechslung in der Garderobe meiner Tochter.

Drei neue selbstgenähte Rüschenoberteile für die Garderobe meiner Tochter

LizMel

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